Tagebuch eines Überlebenden…. Kriegerlager 2014

Uns ist durch einen glücklichen Zufall, ein seltenes Dokument in die Hände gefallen – das “Tagebuch eines Überlebenden des Gladiatores Kriegerlagers 2014″.

DSC_0234_HDRWir möchten Euch dieses besondere Schriftstück, eines Zeitzeugen, hier zugänglich machen ….

Das Tagebuch des Daniel E.:

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Dienstag Nacht/ oder eigentlich Mittwoch Morgen

Tannenburg, halb zwei Uhr nachts. Das Käuzchen ruft. Luftmatratzen werden ausgerollt und nur manchmal durchbricht ein “seid leis, zefix!” die Stille. Das Käuzchen ruft noch einmal und mit einem Rascheln verschwinden alle in ihren Schlafsäcken.
“Gute Nacht, Daniel.”
“Gute Nacht, Julia.”

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Die Sterne funkeln durchs Fenster… Da fällt mir ein: “Julia? Hast du einen Wecker gestellt?”
Meine Frage verhallt im Reich der Oropaxianer… die müssen gute Wachen haben!
Ich drehe mich nochmal um und bin eingeschlafen.
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Der nächste Morgen: Julia ist nicht da und da, wo heute Nacht noch die Stimme herkam, liegt heute keiner. Merkwürdig. Ich überlege kurz, mein Schwert zur Untersuchung dieser Tatsachen mitzunehmen, lasse es dann aber doch liegen. Ein Entführungsszenario am ersten Tag wäre vermutlich zu schön.

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Tatsächlich finde ich Julia mit dem Burggeist Jürgen – der inzwischen in sein Zelt umgezogen ist – beim Frühstück. Kaffee.

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Tanneburgzeit 2039 Tag 1. Mittwoch
Die Gruppe besteht aus zwei Anfängern und sechs Fortgeschrittenen, die perfekt harmonieren.

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Vor allem, wenn es darum geht, Sven zu verdammen weil wir fünf Minuten am Stück Schattenboxen betreiben. DSC_0479_HDR

Aber von Anfang an…
Man kehrt immer zum Ort seines Verbrechens zurück, heißt es. Mir wurde das Aufwärmen übertragen.

(Anm. der Redaktion: Wir erinnern uns an Aufwärmen mit Daniel ” die Tulpe, Zerstörer von Welten” E.:
“Kriecht meine kleinen Leguane, kriiiiecht!”  hier zu sehen auf dem Symposium 2013 – beim lockeren Aufwärmen….)

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Mit Sven ging es ans Schwert; freie Haue gefolgt von Meyer.

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Der Nachmittag brachte uns einen neuen, nur im Geiste anwesenden Teilnehmer: ein Zwerg namens Jab-Cross Hammerfaust! Wir hießen ihn willkommen und ehrten eifrig seinen Namen. Auch sein Lieblingsgetränk – der doppelte Ausheber – war ein Klassenliebling!

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Inzwischen suchen wir nach dem Whirlpool, der nicht in der Ausschreibung steht. Anette muss vergessen haben, den da reinzuschreiben.

Morgen geht’s weiter… mehr Schwert, mehr Ringen, mehr aua!

 

Tanneburgzeit 1832 Tag 2.
Vom Krumpen, Durchwechseln, Umschnappen, Messerkampf und Schlammcatchen sowie warmen Kirschkuchen – MIT PUDDING!

Wie gestern habe ich eine lockere Aufwärmrunde geleitet, damit wir bereit sind für Svens Programm. Der fand, dass wir noch nicht genug schwitzen und er hatte für uns eigens 50.000 Orks engagiert, damit wir jeden einzelnen mit je einem Ablauf aus dem Meyer-Haukreuz erledigen dürfen! Wie zuvorkommend!
Die Regenerationsfähigkeit meines Körpers erstaunt mich, ich war beim Technikteil immer noch in der Lage, mein Schwert zu bewegen. Hier gab es dann Haue zum Gesicht in ausgedehnten Umschnapp-Orgien nach Meyer. Die Masken haben geglüht!DSC_0269_HDR DSC_0267_HDR DSC_0069_HDR DSC_0045_HDR

Es macht einfach Spaß, einen schönen Twer zu treffen – und zu kassieren. Die Freude, seinem Trainingspartner durch gutes Zufechten zu einer ästhetischen Ausführung zu verhelfen ist nicht zu unterschätzen. Es folgten Stiche zum Gesicht mit Angriffserweiterung durch durchwechseln und umschnappen, dann kam das Messer.
Und wie es kam… Mit mächtigem Aua! Italienischer Messerkampf hat Spaß an Schnitten zum Unterarm, wir am Anfang nicht. Irgendwann war es dann egal, wie oft man noch getroffen wird und wir konnten wieder schmerzerfüllt lächeln.

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Nach der Wiederholung im Boxen und dem letzten Workout hatten ein paar von uns noch nicht genug und mussten auf der eher feuchten Wiese noch Ringen. Zwei Duelle, je drei Runden.

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Hätte ich bloß nix gemacht… Jetzt darf ich mir bis morgen eine Einheit zum Ringen einfallen lassen. Mist.

 Tanneburgzeit 2242 Tag3
Geh aufs Gladiatores Kriegerlager, haben sie gesagt. Du wirst fechten bis zum Umfallen, haben sie gesagt. Du wirst Schmerzen erleiden und über Dich hinauswachsen, haben sie gesagt. Und Du wirst Spaß haben, haben sie gesagt. Und sie hatten Recht!

Heute sind wir über die acht Stunden gegangen und mit Bodenkampf als letzter Einheit konnten wir auch das letzte Fünkchen Energie aus uns herausquetschen.DSC_0622_HDR Alles fing um 10:00 Uhr mit einem entspannten Aufwärmen an (ja, schon gut, Jürgen…). Es folgten fünf Stunden am Langen Schwert, in der wir das Gelernte der letzten Tage zuerst wiederholt und dann zu einem Entscheidungsspiel mit Schutzausrüstung zusammengebaut haben. Als Eröffnung diente der gute alte Zornhau; danach konnte der Partner bäuerlich-panisch oder auch fechterisch-besonnen reagieren und der Angreifer musste sich zwischen durchwechseln, krumpen, verzucken und verstürzen entscheiden. Man hatte immer auch die Qual der Wahl zwischen abgefahrenen Meyer-Kombinationen oder Stichen ins Gesicht.

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Damit wir nicht zu entspannt in die Messerlektionen starten, gab es noch einmal das Meyer-Haukreuz.
Der Messerkampf war wie gewohnt direkt und skrupellos, es gab heute zwei Hebel mehr und alle hatten, ähäm, entspannten, ähäm, Spaß, regelmäßig in die Rippen gestochen zu werden.

DSC_0021_HDR DSC_0078_HDRDSC_0079_HDR Beim Boxen besuchte uns unser Lieblingszwerg – und brachte seinen Bruder Lowkick Schenkelbrecher mit!
Zum Auflockern unten reintreten, oben einen Schwinger an die Schläfe…
Wer noch nicht genug hatte, konnte noch Ringen. Hier haben sich vor allem unsere Anfänger hervorgetan: mit unvermindertem Elan wurde der Partner unter sich begraben und mit dem eigenen Körpergewicht die Luft abgeschnürt!

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Drei Festhaltepositionen, die Anleitung zum Hebeln und zwei kleine Grundprinzipien reichten aus, um uns eine halbe Stunde auf dem Boden zu wälzen.DSC_0099_HDR Und zwar so, wie es sich gehört: in Freundschaft und ohne Gnade!

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Der Sternenhimmel ist grandios, die Krieger müde… aber hungrig auf mehr! DSC_0082

Je länger die Veranstaltung geht, desto mehr wollen wir wissen, desto mehr tut alles weh, aber desto mehr ertragen wir und lachen auch nach über acht Stunden noch!DSC_0225
Morgen mehr! HUAH!

 

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Episode V: Die Anfänger schlagen zurück!
Tanneburgzeit 2034 Tag 4:

Darth Werner und Lord Marius mobilisierten ihre Kräfte und zeigten den Jedi, welche Kräfte in der dunklen Seite des Fechtens stecken.

Darth Werner forderte unermüdlich Rebellen zum Freikampf, ließ den Zorn durch sich fließen und besetzte mit der so gewonnenen Macht die Mitte derart vehement, dass für die Krieger des Lichts fast kein Durchkommen war.

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Meister Meyer drehte sich im Grabe um, als die Jedi beim Verfliegen skrupellos abgestochen wurden. Doch noch war nicht das Ende aller Tage und wir eroberten nach und nach die Mitte zurück, allen voran Padawan Jürgen und Padawan Sebastian.

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Lord Marius wandte die alte und sehr dunkle Kunst des Einlullens an und erzählte uns immer wieder, dass er im Prinzip gar nichts kann, schon gar nicht beim Ringen. Bei den Ringrunden selbst wartete er geduldig, bis sich die Jedi untereinander im Schlamm selbst zerfleischt hatten und ließ sich dann “überreden”, mitzumachen.

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Seine Ringtechniken waren durchzogen von verborgenen Stücken – “Das ist auch verboten? Mensch, sagt das doch!” – und er brachte den ersten von uns mit einem Würger zu Fall.

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Ich stellte mich ihm zu einem zweiten Duell und verbrachte einige Zeit mit dem Gesicht im Dreck, begleitet vom frenetischen Jubel meines abtrünnigen Ordens.

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Letztlich musste er sich meinen Würgern ergeben, aber es war ein hartes Stück Arbeit!

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Danke an alle für die tollen, weil fairen Freikämpfe mit und ohne Waffe heute! Jeder Kampf hatte sein angemessenes Tempo und obwohl es härter zuging, konnte jeder von uns einige Techniken der letzten Tage anwenden.
Es folgt noch eine Videoanalyse und dann geht’s vermutlich schneller ins Bett als bisher – wir sind inzwischen doch schon ein bisschen kaputt.

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Hier enden die bislang gefundenen Aufzeichnungen….
Angeblich soll es noch ein legendäres letztes Kapitel geben….
Wir werden nicht aufgeben mit der Suche bis wir wissen wie es auf dem Kriegerlager und mit Daniel E.  weiterging…..

 

 

Text – Daniel Eckert – Gladiatores/Klingenkunst Hohentwiel

Fotos u. Layout ;-) – Sven und Anette Baumgarten – Gladiatores

 

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